Den "Babel Fisch" gibts ab jetzt beim Hörakustiker

Den „Babel Fisch“ gibt es ab jetzt beim Hörakustiker. Denn die sind längst im digitalen Zeitalter angekommen. 3D-Scan und 3D-Druck laufen auf Hochtouren. Hörakustiker können per Fernwartung über den Computer ihren Kunden helfen. Sie verbinden die Hörsysteme mit Handys, dem smarten Zuhause und Apps. Hörsystemträger telefonieren mit ihren Hörsystemen und empfangen auf ihnen Sprachnachrichten. Sogar Simultanübersetzungen sind möglich. Die Zukunftsvision von Douglas Adams‘ Babel Fisch wird Wirklichkeit beim Hörakustiker.

Die Digitalisierung ist in der Hörsystemversorgung längst Alltag. Ohrpassstücke für Hörsysteme oder der passgenaue Gehörschutz werden bereits digital hergestellt und vom 3D-Drucker ausgedruckt. Per computerunterstützter Anpassung wird das Hörsystem perfekt auf den Hörverlust des Kunden eingestellt. Denn ein Hörverlust betrifft meist nur einzelne Frequenzen. Die ermittelt der Hörakustiker durch verschiedene Hörtests und gleicht sie dann aus. Erst damit kann aus dem Hören wieder Verstehen werden.

Meistens fallen als erstes die stimmlosen Laute wie F, S und T weg. Fisch oder Tisch, Eis oder Ei werden unüberwindbare Probleme. Eine Zeitlang kann das Gehirn noch kompensieren. Am Ende ist das Verstehen aber nicht mehr möglich. Mit dem Hörsystem und einem Hörtraining wird aus Ei wird wieder Eis, aus Fisch der Tisch.

Aber es ist noch mehr „Verstehen“ möglich. Denn je nach Wunsch kann man sich weitere Funktionen dazu programmieren lassen. Die Anbindung des Hörsystems an das Handy per Bluetooth beispielsweise. So telefoniert der Hörsystemträger mit seinem Hörsystem oder empfängt mit ihm Sprachnachrichten. Er kann sich mit seinem smarten Zuhause verbinden und Licht sowie Heizung regeln. Er kann per Hörsystem Apps auf seinem Handy nutzen, beispielsweise Simultanübersetzungs-Apps. Der Hörakustiker eröffnet ihm alle Möglichkeiten: Französisch, Spanisch, Hindi oder Mandarin – es gibt keine Grenzen.