Gehörschutz

Die zwei wichtigsten Ursachen für ein abnehmendes Hörvermögen sind das Alter und Lärm. Während man das Alter nicht aufhalten kann, kann man sich gegen Lärm schützen. Kreissäge oder Presslufthammer, aber auch Haushaltsgeräte haben es in sich, Bohrmaschinen oder Rasenmäher etwa. Häufige und ausgedehnte Besuche von Diskotheken und Konzerten sind ebenfalls nicht gut für die Ohren, ebenso wenig wie laute Musik-Dauerberieselung über Kopfhörer und besonders In-Ear-Hörer. Ein einzelner Schuss einer Waffe mit bis zu 150 dB reicht schon für ein Knalltrauma mit bleibenden Hörschäden. Gleiches gilt für Feuerwerkskörper. Selbst Kinderspielzeug kann für Kinderohren gefährlich sein: das Quietsche-Entchen direkt am Ohr erreicht bis zu 120 dB – das entspricht einem vorüberfliegenden Düsenflugzeug. Spielzeugpistolen und Knackfrösche sind ebenfalls mit Vorsicht zu handhaben. Wenn man dem Lärm nicht aus dem Weg gehen kann, empfiehlt sich ein Gehörschutz. Dazu kann der Hörakustiker individuell beraten und hat auch passenden Schutz für Kinderohren, ganz individuell.


Gehörschutzstöpsel

Gehörschutz gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Am bekanntesten sind sicherlich die Gehörschutzstöpsel aus Schaumstoff. Sie dämpfen den Lärm um etwa 20 dB ab wenn sie richtig sitzen. Dafür drückt man sie zuerst zusammen, setzt sie ins Ohr, wo sie sich dann wieder ausdehnen und so den Gehörgang abschließen. Da jeder Gehörgungang unterschiedlich ist, funktioniert es von so la la bis sehr gut. Wie gut sie dämmen hängt auch davon ab, wie tief sie im Gehörgang sitzen. Vorsicht ist dann geboten, wenn sie nicht richtig sitzen. Denn dann dringt der Lärm dennoch durch. Die Stöpsel gibt es auch aus mit Wachs druchtränkter Wolle - sie werden vor dem Einsetzen weichgeknetet und dann an das Ohr angedrückt -, und aus weichem Kunststoff mit Lamellen. Eine Reinigung aller Stöpsel ist schlecht bis gar nicht möglich. Daher sollten sie nicht mehrere Male getragen werden, manchmal sogar nur ein Mal. Denn Schmutz und auch der körpereigene Ohrenschmalz, das Cerumen, setzen sich daran fest.


Individueller Gehörschutz - Gehörschutz-Otoplastiken

Sicher und zudem mit mehr Varianten wartet der individuelle Gehörschutz auf. Vom Hörakustiker nach einem Ohrabdruck massgefertigt, sitzt er passgenau im Gehörgang und schließt diesen somit perfekt ab. Dieses Ohrpasstück nennt man auch Otoplastik. Diesen Gehörschutz gibt es als Lärmschutz oder beispielsweise auch als Schwimmschutz. "Wasserdicht" ist hier 100% ernst gemeint. Handelt es sich um Lärmschutz, bieten Hörakustiker verschiedene Varianten an. Denn mithilfe eines Filters können sie ihn auf die ganz persönlichen Wünsche und Bedürfnisse herstellen: für (Berufs-)Musiker können sie entweder alle Töne gleichmäßig abdimmen oder bestimmte Frequenzen herausfiltern. Sportler, beispielsweise Biathleten können sich so vor dem Kanll des Gewehrschusses schützen und gleichzeitig durch den Filter dennoch die Sprache des Trainers hören. Es gibt sie aus Silikon, aus Acryl, mit Schmucksteinchen, bunt oder durchsichtig - so indivudell eben wie auch Ihr Ohr und Ihr Geschmack. Lassen Sie sich dazu beraten und wählen Sie mit Ihrem Hörakustiker die passende Variante für sich aus.


Kapselgehörschutz

Sie sind auch als Micky Maus-Ohren oder Micky Mäuse bekannt. Namensgeber sind die Hartschalen-Kapseln, die - mit dämmendem Schaumstoff gefüttert - über die Ohren gesetzt werden. Ein Bügel über dem Kopf oder im Nacken hält sie an Ort und Stelle. Der Kapselgehörschutz ist besonders dann geeignet, wenn man den Gehörschutz häufig auf- und absetzen muss. Inwzischen wird er bereits in Schulen angewendet, um bei der Einzelarbeit die Kinder vor Lärm abzuschirmen und ihre Konzentration damit zu unterstützen. Bei längerem Tragen kann er allerdings drücken.